Birne ist nicht gleich Birne – das SWR-Fernsehen zu Besuch im Obstparadies

Birne ist nicht gleich Birne – das durften wir kürzlich einem Team des SWR-Fernsehens zeigen. Das Team von Kaffee oder Tee war bei uns in Staufen zu Gast, mitten in der Birnenernte. Herausgekommen ist ein schöner Beitrag über eine Frucht, die viel mehr kann, als in der Obstschale zu liegen.

Der Beitrag in der ARD Mediathek

Rund 200 Birnensorten rund um Staufen

Früher prägten mächtige Mostbirnbäume die Hänge rund um Staufen – bis zu 20 Meter hoch, weithin sichtbar. Heute werden es immer weniger. Genau deshalb pflanzen und pflegen wir alte Sorten: Rund 200 verschiedene Birnensorten wachsen inzwischen in unseren Obstanlagen und auf unseren Streuobstwiesen.

„Mit den alten Sorten haben wir größtenteils sehr robuste Bäume – und gleichzeitig eine unendlich große Geschmacksvielfalt“, sagt Johannes Geng. Alte Sorten retten und den Menschen wieder schmackhaft machen: Das ist die Leidenschaft unserer Familie.

Birnen mögen es mild. Je mehr Sonne und Wärme sie abbekommen, desto süßer werden sie. Unsere Bäume werden regelmässig geschnitten so entsteht eine offen und luftige Baumkrone. Da kommt viel Licht an die Früchte, das Laub trocknet schnell und Pilzkrankheiten haben kaum eine Chance.

Wann ist eine Birne reif?

Das Zeitfenster für die perfekte Ernte ist kurz und hängt stark von der Sorte ab.  Im Obstparadies erstreckt sich die Ernte durch die große Sortenvielfalt von Ende Juni bis Mitte Oktober. Ein erstes Zeichen ist die Farbe: Sie schlägt von dunklem Grün in ein helles Grün oder Gelb um. Die Williams Christ wird kräftig gelb, die Gellerts Butterbirne eher hellgrün. Der beste Test ist aber ein anderer: Lässt sich die Birne mit einem leichten Abknicken vom Zweig lösen, ist sie so weit. Ziehen muss man nie.

Birnen werden noch hart gepflückt, damit sie Transport und Lagerung gut überstehen. Ihr volles Aroma und das zarte, schmelzende Fruchtfleisch entwickeln sie erst beim Nachreifen.

Jede Sorte hat ihr Talent

Allein in Europa gibt es Hunderte Birnensorten, die sich in Form, Farbe, Konsistenz und Geschmack deutlich unterscheiden: von süß-fruchtig mit Ananasnote bis herb. Wir verarbeiten jede Sorte so, wie sie am besten schmeckt. Einige Beispiele aus dem Beitrag:

  • Wahlsche Schnapsbirne: klein, aber mit fruchtigem Aroma. Deshalb landet sie bei uns eher im Marmeladenglas als in der Obstschale.
  • Metzer Bratbirne: eine echte Mostbirne mit viel Gerbstoff. Roh fühlt sie sich pelzig im Mund an, dafür ist sie ideal zum Vergären.
  • Gellerts Butterbirne: vor dem Nachreifen noch fest und gut für Kuchen, danach butterzart als Tafelbirne.
  • Doppelte Philippsbirne: eine grobkörnige Kochbirne für herzhafte Gerichte.

Die Birne ist ein echter Allrounder: herzhaft auf dem Flammkuchen, süß im Kuchen oder ganz traditionell als Kompott. Und sie ist gut bekömmlich. Sie steckt voller Kalium, enthält Provitamin A, B-Vitamine und Vitamin C. Die Ballaststoffe wie Pektin sitzen direkt unter der Schale, also die Schale am besten dranlassen.

Unsere Birnen im Glas und in der Flasche

Aus unseren Bio-Birnen entstehen in unserer Manufaktur Saft, Fruchtaufstrich und unser alkoholfreier Secco, der Paradies-Prickler. Probieren Sie zum Beispiel:

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Produkt enthält: 0,165 kg

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Produkt enthält: 0,75 l

Kommen Sie vorbei und probieren Sie die Vielfalt!

Birnen muss man schmecken, nicht nur sehen. Wer einmal abseits der Supermarkt-Klassiker zugreift, erlebt echte Überraschungen. In unserem Hofladen in Staufen finden Sie jetzt in der Erntezeit frische Birnen alter Sorten und alle unsere Birnenspezialitäten zum Mitnehmen. Fragen Sie uns gern, welche Sorte gerade reif ist und wofür sie sich am besten eignet.

Direkt nebenan läuft in unserem kleinen Obstmuseum noch bis Ende des Jahres eine Sortenausstellung mit über 100 Apfel- und Birnensorten. Dort sehen Sie mit eigenen Augen, wie unterschiedlich Birnen aussehen können.

Öffnungszeiten Hofladen und Obstmuseum:
Dienstag bis Freitag 9–18 Uhr
Samstag 9–13 Uhr

Wir freuen uns auf Ihren Besuch! Und ein herzliches Dankeschön an das SWR-Team für den schönen Drehtag bei uns.